Für alle Katzen-Liebhaber

Gedanken vor dem Katzenkauf

Nach der aktuellen Studie des Zentralverbandes Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.v.wurden 2016 in Deutschland 31,6 Mio. Heimtiere (ausgenommen sind Zierfische und Terrarientiere) erfasst. Das sind 44% aller Haushalte. Die Katze ist mit 13,4 Mio. immer noch das Lieblingshaustier der Deutschen; gefolgt vom Hund mit 8,6.

Wenn Du nun auch zu den 22% aller Haushalte zählen möchtest, die mit einer Katze zusammenleben, musst Du dir vorweg einige Gedanken machen.

Prüfe Dich mithilfe der folgenden Checkliste:

Das Allergen der Katze wird über Talg-, Speichel-, und Analdrüsen hergestellt und von der sich putzenden Katze im Fell verteilt. Daher kommt fälschlicherweise auch die Bezeichnung „Katzenhaarallergie“. Durch unsere Streichel- und Kuschelstunden mit der Katze gelangen die Stoffe über die Luft in unsere Atemwege, wo sie die allergietypischen Symptome erzeugen.
Wer zwar selber keine bis dato aufgetretene Katzenallergie hat, sollte sich aber dennoch in der engeren Verwandtachaft umhören. Das allgemeine Allergierisiko wird vererbt: Bspw. besteht bei einem betroffenen Elternteil das Risiko ebenfalls die gleiche Allergie in sich zu tragen bei 25-30%.1

Dafür müsstest Du einen Blick in Deinen Mietvertrag werfen und ggf. Deinen Vermieter um Zustimmung bitten. Eine etwaige Verweigerung der Zustimmung darf aber nicht grundlos erfolgen.

Für alle anderen verträglichen Formulierungen ist es sinnvoll, sich juristischen Rat zu holen.

Gedanken vor dem Katzenkauf

Nach der aktuellen Studie des Zentralverbandes Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.v.wurden 2016 in Deutschland 31,6 Mio. Heimtiere (ausgenommen sind Zierfische und Terrarientiere) erfasst. Das sind 44% aller Haushalte. Die Katze ist mit 13,4 Mio. immer noch das Lieblingshaustier der Deutschen; gefolgt vom Hund mit 8,6.

Wenn Du nun auch zu den 22% aller Haushalte zählen möchtest, die mit einer Katze zusammenleben, musst Du dir vorweg einige Gedanken machen.

Prüfe Dich mithilfe der folgenden Checkliste:

 

Kannst Du Deiner Katze den Freigang ermöglichen und ihr hierfür entweder regelmäßig die Tür öffnen oder eine Katzenklappe montieren? Wo sind in Deiner Umgebung mögliche Gefahrenquellen: Gibt es viel befahrene Straßen? Gibt es Katzenhasser oder abgerichtete Hunde in der näheren Umgebung? Wie viele andere Katzen oder Kater haben ihr Revier bereits in Deiner Wohngegend, sodass es häufiger zu Verletzungen durch Revierkämpfe kommen könnte? Besonders bei Freigängern sind die regelmäßigen Impfungen, Wurmkuren und auch Behandlungen bei Parasitenbefall unverzichtbar und steigern die laufenden Kosten.

Die Haltung einer Wohnungskatze ist zwar sicherer, bedarf aber einiger Zusatzüberlegungen. Besonders hier muss man sich mit den allgemeinen Grundbedürfnisse einer Katze auseinandersetzen: Spiel- und Jagdtrieb, Ruhe- und Rückzugsphasen, Kletter- und Kratzverhalten, ausgewogenes Futterangebot und versch. Wasserstellen sowie ggf. ein Alternativprogramm zum Freigang wie bspw. ein Balkon. Einige Katzen lassen sich auch an ein Geschirr mit Leine gewöhnen. Da die Wohnung kaum Abwechslung bietet, muss für die Katze die notwendige Unterhaltung durch Dich geboten werden. Nur durch eine regelmäßige Beschäftigung mit der Katze wird die Wahrscheinlichkeit eines Übergewichtes verringert.

Wohnungskatzen erreichen heutzutage mit der richtigen Pflege, einer geistigen und körperlichen Förderung und den regelmäßigen Tierarztbesuchen (sprich mit einem guten Gesundheitszustand) ein durchschnittliches Alter von 15-20 Jahre. (Die vermeindlich älteste Katze der Welt „Crème Puff“ soll 38 Jahre alt geworden sein. Eine lange Zeit auch für Dich als Dosenöffner!)
Freigänger hingegen sind draußen täglich verschiedenen Gefahren ausgesetzt (Unfälle, Hunde, andere Katzen/Kater, Krankheiten und Parasiten), sodass deren Lebenserwartung deutlich niedriger ist. Bei weiblichen Katzen mit Freigang liegt das Durchschnittsalter bei 12 Jahren, bei Katern mit Freigang hingegen nur bei bis zu 8 Jahren.

Wäre es vielleicht katzengerechter zwei Katzen zu halten? Katzen sind keine Einzelgänger. Auch wenn sich dieser Irrglaube im Volksmund immer noch hält, haben mitlerweile einige Studien2 gezeigt, dass Katzen ein ausgeprägtes Sozialverhalten haben und in Gruppen leben (können). Katzen sind zwar Individualisten und „Einzeljäger“, suchen aber den Körperkontakt zu Artgenossen, schlafen nebeneinander, spielen miteinander und helfen sich gegenseitig bei der Fellpflege. Wer also berufstätig oder viel unterwegs ist und seiner Katze ein artgerechtes Leben bieten möchte, sollte die Anschaffung zweier Katzen vorziehen. Immer vorausgesetzt, es besteht der notwendige Platz und die finanziellen Mittel für zwei Katzen sowie die menschlichen Ressourcen zum zweifachen Spielen und Streicheln. Die Haltung von zwei Katzen wird auch vom Deutschen Tierschutzbund e.V.3 befürwortet.

Hast Du Familie, Bekannte oder Freunde, die sich um die Katze kümmern, wenn Du vereist bist oder ein Krankenhausaufenthalt bevorsteht? Kann jemand in dieser Zeit 2-3x täglich zum Füttern, Spielen und zur Fellpflege vorbeikommen und der Katze die erforderliche Aufmerksamkeit schenken? Oder kennst Du gar einen persönlichen Katzensitter, der während Deiner Abwesenheit sogar bei Dir einziehen würde, um deinen Lieblingen die bestmögliche Pflege, Liebe und Aufmerksamkeit zu schenken?

Ein zweimaliger Fütter-Besuch pro Tag reicht lange nicht aus, um die Bedürfnisse einer Katze zu decken. In dem Falle würde sie sich selbstständig Beschäftigungsmöglichkeiten suchen, was dann gerne zum Leidwesen von Gardinen, Möbeln, Pflanzen und Tapeten geschieht.

Die Katze ist eine geschmeidige Jägerin und doch geht während ihrer „drolligen 5-Minuten“ oder bei ihren ungestümen Verfolgungsjagden durch die Wohnung auch einmal etwas zu Bruch. Gelegentlich leidet auch die Couch oder die Gardine unter den wilden Antritten und Richtungswechseln. Das gehört zu einem ausgeglichenen Katzenleben dazu und musst Du leider so akzeptieren.

Zudem bleibt nach dem Toilettengang doch immer etwas Streu an den Pfoten kleben, was dann im Umkreis des Katzenklos auf dem Boden landet. Aber auch das gut verteilte Katzenspielzeug und die herumliegenden Katzenhaare dürfen Dich nicht stören.

Abgesehen von den Anschaffungskosten einer Katze fallen monatliche Kosten für Futter, Streu und gelegentlich für neues Spielzeug an. Zudem musst Du noch weitere Ausgaben für die jährlichen Tierarztbesuche (regelmäßige Impfungen und Wurmkuren bei Freigängern) oder auch außerplanmäßige Tierarztbesuche (ggf. für eine Kastration, Medikamente und teures Spezialfutter im Krankheitsfalle) einplanen.

Quellen:

  • 1 Robert-Koch-Institut: KIGGS Basiserhebung: Allergische Erkrankungen, Dezember 2018.  URL: https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Themen/Chronische_Erkrankungen/Allergien/Allergien_node.html
  • 2 Sharon L. Crowell-Davis, Terry M. Curtis, Rebecca J. Knowles: Social organization in the cat: a modern
    understanding, in: Journal of Feline Medicine and Surgery (2004), Nr.6, S.19–28.
  • 3 Deutscher Tierschutzbund e.V.: Die Haltung von Katzen, 10.01.2017. URL: https://www.tierschutzbund.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Broschueren/Die_Haltung_von_Katzen.pdf
×