Zwei Katzen -Welche Kombination ist die Beste?

Gleich und gleich gesellt sich gerne, oder wie?

Katzen und insbesondere Kitten brauchen einen Sozialpartner. Doch wenn es zwei Katzen sein sollen, welche Paarung ist nun die Beste? Lieber gleichgeschlechtlich oder verschiedenen Geschlechts?

Nach unserer Erfahrung ist das Gespann aus zwei Mädchen bzw. zwei Jungen am einfachsten und unkompliziertesten, wie unsere Kitten Duke und Dusty aus dem D-Wurf.
Die Voraussetzung, dass diese beiden Pärchen harmonisch und ausgeglichene Freundschaften entwickeln, ist besser als bei einem Mädchen-Jungen-Paar.
 

Bei zwei Katzen immer das Spielverhalten betrachten

Ein wesentlicher Aspekt in einer guten felligen Freundschaft ist das Spielverhalten. Und genau hier liegen auch die Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen.

Zwei Katzen – Mädchen unter sich

Mädchen sind generell die sanfteren Wesen. Sie spielen entweder für sich alleine, mit einem Spielzeug oder veranstalten mit der Partnerkatze Rennspiele à la “Tick, ich hab dich und jetzt bist du dran, mich zu fangen”.
Das Gerücht, Mädchen wären zickig, ist falsch. Es stammt höchstwahrscheinlich von katzenunerfahrenen Menschen, die die Sprache ihrer Katzen nicht verstehen. Jede Katze und jeder Kater hat seine individuellen Charaktereigenschaften und drückt sich anders aus.

Zwei “Katzen” – Kater unter sich

Kater hingegen brauchen und lieben die körperliche Auslastung. Jede Verfolgungsjagd endet am besten in einer wilden Rauferei. Kräftemessen ist halt von Natur aus Männersache und klappt am besten unter Jungs.
Das Vorurteil zwei Kater würden sich nicht verstehen, ist auch ein Mythos. Es entstehen wunderbare Freundschaften, wenn beide kastriert sind. So fühlen sie sich dann nicht als Rivalen und müssen auch ihr Revier zum Damen-Anlocken nicht markieren.
 

Mädchen und Junge zusammen

Am schwierigsten ist das Gespann aus Mädchen und Junge. Hier treffen zwei unterschiedliche Spieltypen aufeinander. Während das Mädchen kontaktlose Rennspiele vorzieht, möchte der Junge eher körperbetonte Raufspiele spielen. 

Hinzu kommt ein in vielen Rassen vorhandenes körperliches Ungleichgewicht. Eine Chartreux Katze wiegt 3-5kg, ein Kater hingegen 5-7kg. So sind Katzen beim Spiel immer unterlegen und schnell durch einen kräftigeren Kater überfordert. Unsicherheit und Angst können entstehen, wenn sie nun immer verhauen werden. Der Junge ist aber hingegen unterfordert, weil das Mädchen nicht spielen will. Er wird frustriert oder gar aggressiv, da er seine Energie nicht abbauen kann. Aus Missverständnissen wird Unglück.

Diese Kombination kann aber unter bestimmten Umständen auch funktionieren. Es gibt nämlich auch draufgängische Mädchen und sensiblere Jungen. Und dann steht einem harmonischen Zusammenleben nichts im Wege. 

Wenn du also eine Katze und einen Kater möchtest, musst du unbedingt darauf achten, dass deren Spielverhalten ähnlich ist.